Ausstellung. Millerntor. Gallery. #8.

Joséphine Sagnas Portraits und Halbportraits zeigen schwarze beziehungsweise braune Frauen, multikultureller Herkunft und sind Teil einer wilden und ungebändigten Typografie-Komposition. Elementarer Bausteil des Gesamtkunstwerkes ist eine Sammlung stereotyper, teils sexistischer, aber realer Aussagen. 

Es handelt sich um Vorurteile, die allesamt das Äußere der Portraitierten betreffen und mit denen die afrodeutsche Künstlerin oder Menschen aus ihrem direkten Umfeld konfrontiert wurden. 

Diesen Worten stellt Joséphine Sagna Charaktere mit selbstbewusstem bis unverschämten Ausdruck entgegen. Bereit, sich ihnen mit stolzer Weiblichkeit und Mut zu stellen. Ihre Mission: Ironischer Mittelfinger statt erhobenem Zeigefinger. Bewusstsein schaffen, ohne anzuklagen. Bei all der Ernsthaftigkeit der Thematik ein Augenzwinkern nicht vergessen!